Lisa Kirchner unter den Top 15 in Bayern          Artikel

Am vergangenen Wochenende fanden die Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen in Regensburg statt. Für diesen hochklassigen Wettkampf konnten sich landesweit nur 619 Schwimmer aus den Jahrgängen 2007 bis 2000 qualifizieren. Auf dem dreitägigen Ereignis wurden Strecken vom Sprint über 50 m bis hin zur Langstrecke mit 400m angeboten. Nach längerer Pause schaffte es auch mal wieder eine Donauwörtherin, die anspruchsvollen Pflichtzeiten zu knacken. So startete die 10-jährige Lisa Kirchner über die 100m Freistil-Strecke.

2017 LisaKirchner BayerischeJGM

 Die stolze Teilnehmerin an den Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften in Regensburg:
Lisa Kirchner, JG 2007

Um überhaupt antreten zu dürfen, musste Lisa bereits auf anderen Wettkämpfen vorab die Pflichtzeit von 1:20,00 min. unterbieten, was ihr bereits beim Donauwörther Clubvergleichskampf im Juni mit der Zeit von 1:19,91 min. knapp gelang. Auf den Bezirksjahrgangsmeisterschaften zwei Wochen später, konnte sie sich dann nochmals steigern und schaffte so die Teilnahme in 1:18,66 min. Bayernweit gelang dies im Jahrgang 2007 nur 14 Schwimmerinnen.

Während sich ihre Vereinskameraden vom VSC nach den Bezirksmeisterschaften bereits in die Wettkampfpause verabschiedet haben, galt es nun für Lisa, nochmals alle Kräfte für die Wettkampfvorbereitung zu mobilisieren. So lautete ihr Motto in den letzten Wochen „Eat, Sleep, Swim“, also „Essen, Schlafen, Schwimmen“. So zog sie unzählige Bahnen im Freibad, um ihre Ausdauer, Kraft und Technik weiter zu verbessern.

Je näher der Bayerische Vergleich rückte, desto mehr machte sich die Nervosität bemerkbar. Dass die Veranstaltung etwas professioneller und auch strenger abläuft als bei den bisher gewohnten regionalen Wettkämpfen, stellte sie dann am Wettkampftag selbst fest. Vermutlich etwas eingeschüchtert ging sie dann im Endlauf ihres Jahrgangs an den Start und schwamm gegen die schnellsten sieben Schwimmerinnen.

Hoch motiviert startete Lisa auf einer Außenbahn und hatte so die Konkurrenz leider nicht ganz im Blick. Mit toller Technik und starkem Beinschlag konnte sie sogar als vierte die 50m-Wende angehen. Auf der zweiten Bahn wurden Arme und Beine dann doch etwas schwer und sie musste ihre Konkurrenz leider ziehen lassen. Durch die Nervosität und vermutlich einer nicht ganz optimalen Renneinteilung konnte sie ihre Leistungsfähigkeit nicht komplett unter Beweis stellen und erreichte somit Platz 14 in einer Zeit von 1:21,91 min. Die Siegerin im Jahrgang 2007 war etwa 10 sec. schneller, die Bronze-Medaille war nur 5 sec. Entfernt, was beweist, wie dicht das Feld zusammen liegt.

Familie, Trainer und Vereinskameraden sind trotzdem stolz auf Lisas Leistung. Sie hat es geschafft, dass auch mal wieder der kleine VSC Donauwörth bei den Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften im Ergebnis zwischen den großen Leistungszentren München, Erlangen und Würzburg steht.

Nun beginnt auch für Lisa die wohlverdiente Trainingspause bis zum Saisonstart im September. Man darf sich bei ihr sicher schon jetzt auf einige tolle Leistungen und Ergebnisse freuen.

VSCler sind die schnellsten Jedermänner              Artikel

Donauwörther Schwimmer holen Mannschaftspokal beim Jedermannschwimmen am Riedlinger Baggersee

Am 02. Juli fand das Donauwörther Jedermannschwimmen am Naherholungsgebiet in Riedlingen statt. Dieser Wettstreit wurde dieses Jahr bereits zum 7. Mal von der Wasserwacht Donauwörth organisiert. Es handelt sich um einen Volkswettstreit, bei dem, wie der Name schon sagt, Jedermann mitschwimmen kann. Es werden Strecken von 200m, 400m und 700m angeboten, für die 700m Strecke kann man sich für die Jedermann- oder die Sportlerwertung entscheiden. Das Teilnehmerfeld bestand heuer aus insgesamt 84 Wassersportlern, von denen 30 in der Sportlerwertung und 54 in der Jedermannwertung starteten. Erstmals wurde ein großer Wanderpokal für die stärkste Mannschaft als besonderer Leckerbissen ausgeschrieben. Da war es leicht, die VSC-ler an den Baggersee zu locken, der Trophäenraum soll ja schließlich weiter gefüllt werden. So gingen 14 Schwimmer mit VSC-Badekappen ins Wasser.

Im Team „VSC Gewinner 1“, wie sie sich selbstbewusst nannten, starteten die schnellsten Beckenschwimmer Donauwörths: Hildegard Bauer (JG88), Svenja Bauer (JG90), Julian Schober (JG02), Daniel Pajtas (JG80) und Roland Knauer (JG88). Sie bewiesen, dass sie nicht nur im Chlorwasser zurechtkommen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Wegbereiterin im trüben Baggersee und somit schnellste der Sportlerwertung war Hildegard Bauer. Sie kam bereits nach 9:12,40 min. aus dem Wasser. Svenja Bauer konnte die Zugbahn ihrer Vereinskameradin als Orientierung nutzen und kam so nach 10:03,30 min. im Ziel an. Als schnellster Mann stieg Julian Schober an Land, er benötigte 10:18,50 min. für die 700m. Danach folgten Tobias Ullrich (JG86) (11:15,60 min. / Platz 6), Daniel Pajtas (11:32,30 min. / Platz 7) und Roland Knauer (14:05,40 min / Platz 17).

Als zweites Team „VSC Gewinner 2“ haben sich die Donauwörther Youngstars formiert: Die Mannschaft bestand aus Katharina Kemler (JG04), Hannah Fackler (JG04), Peter Kapfer (JG05), Ilona Dorsch (JG02) und Augustin Höpfner (JG06). Dass auch die Nachwuchsschwimmer nicht zu unterschätzen sind, bewies Katharina. Sie kletterte als drittschnellste Frau ans Ufer, in einer Zeit von 13:14,40 min. Hannah schwamm die ganze Strecke im Brust-Stil und kam trotzdem mit einer passablen Zeit von 13:53,70 min. an. Nur 4 Sekunden später bekam Peter die Teilnehmermedaille von Klappi dem Storch umgehängt. Ilona kämpfte sich trotz Trainingsrückstand nach 14:46,20 min an Land. Mit großem Applaus wurde das Teamküken Augustin im Ziel begrüßt. Er schaffte die Strecke in 19 min.

Das Donauwörther Sport-Urgestein Franz Ried ließ sich als Einzelkämpfer aufstellen. Der sportliche 70-Jährige wurde als ältester Teilnehmer der Veranstaltung geehrt und schwamm die 700m Strecke routiniert in 18:06,40 min.

Bei diesen guten Ergebnissen konnten sich die VSCler auf eine ertragreiche Siegerehrung freuen. Folgende Titel gingen an die Kachelzähler:

Mit 14 Teammitgliedern holten sie den riesigen Wanderpokal für das stärkste Team. Außerdem kamen die schnellsten drei in der Gesamtwertung, die 5 schnellsten Frauen, der schnellste Mann, der älteste Teilnehmer und das schnellste Team aus dem Schwimmverein.

Mit leckerem Grillgut gesättigt und mit voll gefüllten Taschen konnte die Heimreise angetreten werden.

Der Dank des VSC geht an die Wasserwacht Donauwörth für die hervorragende und reibungslose Organisation dieses Events.

Doppel-Vizemeisterschaft für Lisa Kirchner          Artikel

Donauwörther Nachwuchs kann im schwäbischen Vergleich mithalten

Am vergangenen Wochenende fanden die Bezirks-Jahrgangsmeisterschaften auf der Langbahn im Schwimmen statt. Austragungsort war das städtische Freibad „Aquamarin“ in Bobingen. Rund 180 schwäbische Schwimmer aus 25 Vereinen konnten die strengen Pflichtzeiten knacken und sprangen dem windigen Wetter zum Trotz bei 1649 Starts ins kühle Nass. Vom VSC Donauwörth konnten sich 3 Schwimmer für den Vergleich qualifizieren.

 2017 BM Langbahn Bobingen

VSC-Team (von links): Benjamin Koppke JG2005, Lisa Kirchner JG2007, Svenja Bauer AK25

Jüngste aber auch erfolgreichste Teilnehmerin war erneut Lisa Kirchner. Die 10-jährige konnte sich zwar für alle angebotenen Strecken qualifizieren, legte den Fokus aber auf ihre Spezialdisziplinen Freistil und Rücken. Los ging es für sie über die 200m Freistil Strecke. Trotz neuer Bestzeit von 3:01,11 min. konnte sie sich leider nicht gegen die starke Konkurrenz ihres Jahrgangs durchsetzen und schlug mit nur 3 sec. Rückstand auf Platz 3 als fünfte an. Kurz danach stand die 100m Rücken Strecke an. Die 200m Strecke noch in den Beinen, kämpfte sie sich durchs Wasser und verfehlte mit einer neuen Langbahn-Bestzeit von 1:32,83 min. um 1,5 sec. nur knapp die Qualifikation für die Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften. Zum Abschluss des ersten Wettkampftages testete sie erstmals ihre Ausdauerfähigkeit über 400m Freistil. Das Grundlagen-Ausdauer-Programm im Training machte sich bezahlt, sodass sie 5 sec. schneller als erhofft in 6:25,83 min. anschlug. Resultat: Platz 4. Am zweiten Tag wurde das harte Training der vergangenen Wochen dann auch noch mit dem langersehnten Edelmetall belohnt. Sie wurde jeweils Vize-Meisterin über 100m Schmetterling und 100m Freistil. Über die Freistilstrecke konnte sie bereits am Klubvergleichskampf die Pflichtzeit für die Bayerische knacken, steigerte sich aber nochmals um 1,25 sec. Die Uhr blieb bei 1:18,66 min. stehen.

Dass die Konkurrenz nicht stehen bleibt, musste Benjamin Koppke JG 2005 erfahren. Die Pflichtzeiten für seine Hauptstrecken konnte er zwar locker erreichen, die Jagd auf Medaillen hat sich allerdings erschwert. Auch er sprang als erstes für die 200m Freistil Strecke ins Wasser. Er schwamm in einer sehr sauberen Technik, konnte aber nicht genügend Geschwindigkeit für einen Treppchenplatz aufbauen. Er schlug somit in einer Zeit von 2:55,34 min. als Siebter an. Ebenfalls nicht ganz optimal verlief der Start über die 100m Rücken. Er blieb in einer Zeit von 1:32,41 min. leicht hinter den Erwartungen und wurde Fünfter. Besser lief es dann über seine eigentliche Hauptstrecke, die 100m Brust. Hier konnte er seine Bestzeit um 3 sec. auf 1:33,98 min. verbessern und gewann damit die Bronzemedaille. Noch besser lief es an Tag zwei. Hier standen die 100m Freistil und 200m Brust für ihn auf dem Plan. Bei beiden Starts konnte er sich enorm verbessern: in Freistil schlug er nach 1:15,66 min. und somit um fast 5 sec. schneller als zuvor an. Um ganze 6,21 sec. verbesserte er sich über die Brust-Strecke – Resultat: 3:23,79 min. Leider wurden diese guten Ergebnisse nur mit Platz 5 belohnt.

Die VSC-Masters-Truppe wurde von Svenja Bauer (AK25) vertreten. Sie startete dreimal für Donauwörth, obwohl der Marathon des vergangenen Wochenendes noch in den Beinen zu spüren war. Aufgrund der Vorbereitungen auf den Laufwettkampf musste sie die Wassereinheiten etwas reduzieren und war somit mit den Schwimmergebnissen nicht ganz zufrieden. Zwar wurde sie über die 200m Freistil und 100m Rücken jeweils Zweite und über 50m Freistil Dritte, die Zeiten waren allerdings nicht nach ihren persönlichen Vorstellungen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Donauwörther mit ihrem kleinen Team gut mit der schwäbischen Konkurrenz mithalten können und den Anschluss zu den großen Vereinen wie Augsburg und Kempten nicht verloren haben.

Mit den Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften vom 21. bis 23. Juli in Regensburg endet die Schwimmsaison 2016/17 und die Schwimmer verabschieden sich danach in eine wohlverdiente Sommerpause, bis es im Oktober mit dem traditionellen Swim-Meeting in Günzburg-Leipheim wieder in Wasser geht.