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Regionale Bestenkämpfe Nord - Augsburg-Haunstette, März 2024

VSC-Schwimmer dominieren in Nordschwaben
Donauwörther Schwimmer angeln sich 20 Medaillen aus dem Wasser

Am vergangenen Wochenende fanden im Haunstettener Hallenbad die Regionalen Bestenkämpfe Nord statt. Integriert in der Veranstaltung war ein kindgerechter Wettkampf für die Jahrgänge 2017 und jünger. Nahezu alle nordschwäbischen Schwimmvereine ließen sich das Ereignis nicht entgehen und so sprangen 275 motivierte Schwimmer*innen insgesamt über 1000-mal ins Wasser. Dazu kommen noch 50 Bezirkszwerge, die 144-mal den Wettstreit suchten.

2024 03 14 Regionale Bestenkampfe Team Samstag

Team Samstag: von links: Bjarne Thoma, Daniel und Martin Pajtas, Moritz Lang, Mareike Tegeler, Sina Warisch, Dora Pajtas, Elena Hauser
Bild: Kerstin Hahner

Sina Warisch (JG2012) ging am Samstag zweimal an den Start. In ihrer Speziallage, den 100m Brust, konnte sie sich zeitlich zwar nicht verbessern, dennoch zeigte sie technische Fortschritte. Zum ersten Mal traute sich Sina dann noch an die anspruchsvolle 200m Lagen Strecke heran. Dort zeigte sie in einer Zeit von 3:45,43 min. eine solide Leistung und wurde 6. ihres Jahrgangs.

Über die gleichen Strecken ging Moritz Lang, ebenfalls JG2012 an den Start. Von einem Infekt noch geschwächt, ging er dennoch mit ärztlicher Erlaubnis an den Start. Moritz wollte sich an den Strecken versuchen, musste aber feststellen, dass er seine bisherigen Bestmarken deutlich verfehlte. Somit beschloss er nach dem für seine Verhältnisse erfolglosen Wettkampftag die Starts für Sonntag abzusagen, um sich zu erholen.

Im Jahrgang 2013 ging Laura Kitzinger insgesamt 4-mal an den Start. Über die 100m Freistil konnte sie einen neuen persönlichen Rekord vermelden: Sie war fast 2 Sekunden schneller als bisher und wurde in 1:42,34 min. 9., was bei der starken Besetzung des Jahrgangs ein sehr gutes Ergebnis ist. Dazu kamen noch ein 5. Platz über 200m Brust, Platz 11 über 100m Brust und Platz 12 über 100m Rücken.

Den weiblichen Jahrgang 2013 wie gewohnt dominiert hat Elena Hauser. Die 11-Jährige ging mit einer nahezu reinen Weste aus dem Wettstreit. Über all ihre sieben Starts verbesserte sie sich teils deutlich und wurde mit 6-mal Gold (100m Schmetterling, 200m Lagen, 200m Freistil, 100m Freistil, 200m Rücken, 100m Rücken) und 1-mal Silber (100m Brust) belohnt. Besonders erwähnenswert ist ihre Leistung über 200m Lagen. Hier schwamm sie erstmals unter die so wichtige 3-Minuten-Schwelle und schlug in 2:58,02 min. an.

Bereits am Vortag nahm Elena an einem weiteren Wettkampf in Heidelberg teil, auf dem sie die 200m Lagen auf der 50-m-Langbahn schwimmen konnte. Hier schlug sie in wahnsinnigen 3:00,53 min. an und wurde natürlich erste. Diese Zeit ist so beachtlich, dass sie sich vermutlich für den Süddeutschen und Deutschen Schwimmerischen Mehrkampf qualifizieren konnte.

Mit derselben Bilanz ging das zweite hochrangige VSC-Nachwuchstalent Martin Pajtas im Jahrgang 2014 an den Start. Auch er konnte sich über nahezu alle Strecken verbessern. Zum ersten Mal startete er über die 100m Schmetterling. Hier hatten die Trainer vorab eine Zeit schätzen müssen, doch die war weit entfernt von Martins Leistung: er schwamm fast 9 Sekunden schneller als gedacht und schlug in 1:31,20 min. an.

Bei seiner Schwester Dora Pajtas, JG 2011, war das Ergebnis auch durchwegs positiv. Sie konnte bereits bei diesem Wettkampf ihr großes Ziel, die Teilnahme an den Bezirksjahrgangsmeisterschaften erreichen. Über ihre Spezialdisziplin, die 200m Rücken, unterbot sie nämlich die entsprechende Richtzeit um ganze 6 Sekunden und tütete in der Zeit von 3:01,25 min. zusätzlich die Goldmedaille ein. Das harte Training der vergangenen Monate zeigte seine Wirkung. Auch über Doras andere Starts (100m Brust, 200m Lagen, 200m Freistil, 100m Rücken und 100m Freistil) konnte sie sich fast ausnahmslos verbessern. Highlight waren natürlich noch die zwei Bronze-Medaillen über 200m Freistil (2:48,82 min.) und 100m Rücken (1:25,72 min.).

Vom Anfeuern des Nachwuchses kurz vor dem eigenen Start und einer damit zusammenhängenden Konzentrationsschwäche, ging Daniel (AK40) als Dritter der Familie Pajtas in das Rennen. Über die 100m Brust-Strecke beging er mit mehreren aufeinanderfolgenden Delphin-Kicks in der Tauchphase seines Startsprungs einen Regelverstoß. Das Schlimme daran war, dass die eigene Vereinskollegin in ihrer Funktion als Zeitnehmerin diesen Verstoß dem Schiedsgericht melden musste und somit die Disqualifikation in die Wege leitete. Doch Daniel nahm dies mit Humor und freute sich trotzdem über die erreichte Zeit von 1:32,31 min., die allerdings nicht in die Wertung einfließen durfte. Der Start über 100m Freistil lief dann wieder gewohnt regelkonform und endete für Daniel auf Platz 24 der offenen Wertung.

Auch Bjarne Thoma (JG 2015) ging an beiden Wettkampftagen an den Start. Das Nachwuchstalent musste sich diesmal von den Trainern überraschen lassen, über welche Strecken er starten wird. Die Trainerinnen hatten sich für diese Taktik entschieden, damit der 9-jährige vor dem Rennen den Kopf frei hat und sich nicht unnötig mit der Einschätzung seiner Konkurrenz ablenkt. Die Taktik ging auf. Über die für Bjarne noch ungewohnten 100m- und 200m-Starts zeigte er trotzdem sein Ausdauervermögen. Zudem holte er 3-mal die Silbermedaille über 100m Lagen – eine Strecke, die er zum ersten Mal schwimmen durfte - sowie über 200m Freistil und 100m Brust. Mit seiner Brust-Zeit von 1:51,54 min. konnte er sogar das Ticket für die Schwäbischen Jahrgangsmeisterschaften im Mai lösen. Abgerundet wurde seine Wettkampfteilnahme mit einem 4. Platz über 100m Rücken und Platz 5 über 100m Freistil.

2024 03 14 Regionale Bestenkampfe Team Sonntag

Team Sonntag von links: Bjarne Thoma, Dora und Martin Pajtas, Moritz Oberländer, Mareike Tegeler, Letizia Straulino, Laura Kitzinger, Emilian Wollinger, Elena Hauser und Moritz Lang
Bild: Mareike Tegeler

 

Emilian Wollinger (JG 2013) stieß am Sonntag ins Team dazu. Zum ersten Mal in seiner schwimmerischen Karriere musste er 200m Freistil absolvieren. Auf einer 25m Bahn entspricht das 8 zu schwimmenden Runden, bei denen man sich seine Kräfte optimal einteilen muss. Emilian ging etwas zu schnell ins Rennen, sodass er nach 3 Bahnen etwas in Atemnot geriet. Er bewahrte allerdings einen kühlen Kopf, passte seine Geschwindigkeit an und zog das Rennen bis zum Schluss durch. Genauso zielstrebig verbesserte er sich über seine zwei weiteren Strecken. Über 100m Rücken (1:58,82 min.) und 100m Freistil (2:04,79 min.) war er so jeweils um die 4 Sekunden schneller als bisher und markierte einen neuen persönlichen Rekord.

Ebenfalls am Sonntag startete Moritz Oberländer (JG 2014) in das Rennen um Edelmetall. Und das ziemlich erfolgreich. Er stellte über all seine 4 gemeldeten Strecken neue Bestmarken auf. Zudem sprang auch bei Moritz die Qualifikation für die Schwäbischen in gleich 3 Schwimmlagen heraus: 200m Freistil (3:21,77 min.), 100m Rücken (1:43,82 min.) und 200m Rücken (3:40,33 min.). Zudem gewann er sogar noch die Bronzemedaille über 200m Rücken. Abgerundet wurde sein toller Auftritt mit einem 4. Platz über 100m Freistil, bei dem er in 1:35,32 min. anschlug.

Das VSC-Wettkampf-Team vervollständigt hat Letizia Straulino (JG 2014). Für sie standen 2 Starts auf dem Plan. Die Wettkampfreihenfolge des Veranstalters bedeuteten für die 9-jährige allerdings eine sehr lange Wartezeit. Ihr erster Start über 100m Rücken, war ganz zu Beginn des Wettkampftages um ca. 9 Uhr. Es war das erste Mal für Letizia, doch sie meisterte die Herausforderung gut und schwamm in 1:59,20 min. auf Platz 11 ihrer Jahrgangswertung. Dann hieß es für sie warten, ganze 8 Stunden. Doch die lange Wartezeit schien sie nicht weiter gestört zu haben. So schwamm sie letztlich ganze 9 Sekunden schneller als bisher und wurde in 1:40,80 min. mit Platz 5 für ihr Durchhaltevermögen belohnt.

Die als Betreuer angereisten Trainer*innen Mareike Tegeler und Peter Kapfer zogen somit am Ende der Veranstaltung eine durchwegs positive Bilanz. 13-mal Gold, 5-mal Silber und 2-mal Bronze, dazu noch zahlreiche persönliche Rekorde und einige Meisterschafts-Qualifikationen können sich gut sehen lassen.

VSC-Zwerge ganz groß

2024 03 14 Bezirkszwerge

Bezirkszwerge von links: Jonas Bauer, Felix Seidemann, Mathilda Hauser, Felizitas Oberländer, Charlotte Rival, Julius Hauer, Marlene Lang, Marlene Mutzel und Sophia Sommer
Bild: Joachim Lang

 

Integriert im normalen Wettkampfbetrieb war diesmal ein sogenannter „kindgerechter Wettkampf“. Hier sind alle Kinder der Jahrgänge 2017 und jünger geladen. Bei diesem Wettkampf stand weniger die Zeit und Platzierung im Vordergrund. Viel mehr sollte dem Nachwuchs der Ablauf eines Wettstreits nähergebracht werden.

Angeboten waren folgende Strecken: jeweils 25m Brust, Freistil-Beine mit Brett, Rücken und Freistil.

Für die Donauwörther Schwimm-Zwerge war allein schon die Umstellung vom gewohnten 16,5m Becken auf eine 25m Bahn eine Herausforderung. Die teilnehmenden Kinder hatten deshalb zweimal vorab die Gelegenheit, während eines Samstagstrainings im Bäumenheim zu üben, was sie natürlich gerne wahrgenommen haben.

Das erfolgreiche Donauwörther Schwimm-Zwerge-Team bestand dieses Jahr sogar aus 9 Kindern. Zwar war die Aufregung zu Beginn recht groß, doch wurden die Kinder herzlich von den älteren „Schwimmprofis“ betreut und behütet zum jeweiligen Start gebracht.

Jüngster Teilnehmer der gesamten Veranstaltung war Julius Hauser. Der 4-jährige (!) starte gleich zweimal, über Rücken und Kraul-Beine. Er gab volle Power von Beginn bis zum Ende und ließ damit so manchen Älteren hinter sich.

Im weiblich Jahrgang 2018 starteten gleich zwei VSC-lerinnen über Freistil und Freistil-Beine mit Brett. Sophia Sommer ist erst seit September 2023 einmal wöchentlich im Training, meisterte ihre Strecken aber mit Bravour. Charlotte Rival ist schon etwas länger mit dabei, allerdings war es auch für die der erste Wettkampf, den sie ebenfalls sehr erfolgreich abschloss.

Jonas Bauer (JG2018) war schon letztes Jahr mit dabei. Er starte diesmal über das komplette Programm und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern.

Dritter Mann im Bunde war Felix Seidemann (JG2017). Auch der Erstklässler war letztes Jahr schon mit am Start und schwamm die gleichen Strecken wie letztes Jahr. Er war über Freistil und Freistil-Beine nicht nur schneller als 2023, er verbesserte auch deutlich seine Technik.

Der weibliche Jahrgang 2017 war sehr stark besetzt. Allein für den VSC starteten gleich 4 Schwimmerinnen. Frisch im Team war Marlene Mutzel. Sie ist auch erst seit Herbst 2023 regelmäßig im VSC-Training. Trotz großer Aufregung meisterte sie ihre Starts über Beine und Brust routiniert und technisch sehr sauber.

Felcitas Oberländer durfte 3-mal ins Wasser springen, und zwar über Beine, Rücken und Freistil. In allen Strecken verbesserte sich deutlich zum Vorjahr.

Die Trainingspartnerinnen Mathilda Hauser und Marlene Lang brachten die meiste Wettkampferfahrung mit. Sie hatten das volle Programm abzuliefern und meisterten das mit gewohnter Leistung.

Am Ende des erfolgreichen Wettkampfs gab es eine Siegerehrung, bei der alle Teilnehmenden namentlich genannt wurden und eine Goldmedaille als Belohnung überreicht wurde. Diese wurde von allen stolz begutachtet und bestimmt im ein oder anderen Kindergarten oder Klassenzimmer zur Schau gestellt.