VSC-Schwimmer*Innen dominieren beim Wilhelm-Christ-Schwimmen
Donauwörther Schwimmer ergattern 26 Medaillen
Am vergangenen Samstag fand das Wilhelm-Christ-Schwimmen im Nördlinger Hallenbad statt. 200 Starter aus 11 schwäbischen Vereinen stürzten sich ins Rennen um Edelmetall und neue persönliche Rekorde. Es wurden insgesamt 836 Starts angepfiffen, 44 davon absolvierte das 12-köpfige Schwimmteam aus Donauwörth.

Erfolgreiches Schwimmteam: Hinten von links: Emma Seiler, Erfolgstrainerin Mareike Tegeler, Dagmar Tegeler, Dora Pajtas, Elena Hauser, Sina Mia Warisch, Emma Besl und Miriam Krauß
Vorne von links: Letizia Straulino, Emma Gröbl, Emilian Wollinger, Bjarne Thoma, Ayla Schädlich und Moritz Lang
(Bild von Stefanie Lang)
Für die Veranstaltung waren aufgrund der Platzverhältnisse nur 800 Starts erlaubt, deshalb hatten die VSC Schwimmer*innen schon vor dem Wettkampfes Glück, dass ihre Teilnahme vom gastgebenden Verein 1. SV Nördlingen akzeptiert wurde. Acht anderen Vereinen musste aus diesem Grund nämlich abgesagt werden.
Erstmals im Trikot des VSC nahm Ayla Schädlich (JG2011) am Wettkampf teil. Im letzten Jahr starte sie noch für den SV Höchstädt, entschied sich dann im Sommer letzten Jahres für das Donauwörther Team. Ihr Debüt war erfolgreich. Trotz längerer Trainingspause verbesserte sich Ayla in ihren Starts über 50m Schmetterling, 50m Rücken, 100m Brust und 100m Freistil im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Durch ihre technische Sicherheit sprang sogar die Silbermedaille über die Rückenstrecke (0:44,49 min.) für die 12-jährige heraus.
Der jüngste VSC-Schwimmer war Bjarne Thoma (JG2015). Der ehrgeizige 8-jährige wurde für drei Strecken gemeldet: 50m Rücken, 50m Brust und 100m Freistil. Durch seinen Kampfgeist konnte er sich über fast alle Strecken deutlich verbessern und gewann zweimal Silber und über seine Spezialdisziplin Brust (0:53,90 min.) sogar die Goldmedaille.
Dass es für den offiziellen Wettstreit nie zu spät ist, bewies Dagmar Tegeler. Sie startete in der AK55 nach längerer Pause wieder für den VSC. Sie nahm seit 2004 fast jährlich am Wilhelm-Christ-Schwimmen teil, nur die Funktionen wechselten. Begonnen mit der Wettkampfbetreuung ihrer Töchter über Wettkampfrichter, nun zur aktiven Starterin. In ihren drei Starts über 50m Schmetterling und 100m Rücken und Freistil zeigte sie solide Leistungen. An der Körperspannung bei den Startsprüngen kann Dagmar als glänzendes Beispiel für die Jugend vorangehen.
Dass sich hartes Training irgendwann auszahlt, konnte Dora Pajtas (JG2011) feststellen. Seit Oktober trainiert sie bis zu fünfmal wöchentlich und kämpfte sich so immer weiter an die Podestplätze heran. In Nördlingen hatte die Zwölfjährige dann endlich die Power, um auf das verdiente Treppchen zu schwimmen. So gewann Dora über ihre Strecken 50m Schmetterling (0:46,86 min.), 100m Rücken (1:26,59 min.) und 100m Lagen (1:32,66 min.) jeweils Silber, natürlich in Bestzeit. Der gute 6. Platz über 100m Freistil gegen Ende der Veranstaltung rundeten ihr gutes Ergebnis ab.
Für Elena Hauser (JG2013) stand ein hartes Kurzprogramm an. Ihre drei Starts über 200m Freistil, 100m Schmetterling und 200m Lagen wurden alle innerhalb einer Stunde angepfiffen. Viel Regenerationszeit zwischen den einzelnen Läufen blieben der 10-jährigen also nicht. So reichte es für Elena „nur“ für eine Bestzeit über 200m Freistil in 2:42,15 min. Bei den weiteren Wettkämpfen reichte es zwar nicht für neue persönliche Rekorde, trotzdem wurde Elena jeweils Erste und beendete den Wettkampf ungeschlagen.
Die erste Gold-Medaille seiner VSC-Karriere fischte sich Emilian Wollinger (JG2013) aus dem Wettkampfbecken. Er verbesserte sich über seine Paradedisziplin 100m Rücken über 7 Sekunden und wurde in der Zeit von 2:01,60 min. verdient Jahrganserster. Über seine weiteren Strecken 50m Rücken, Brust und Freistil war er ebenfalls schneller als bisher und landete stabil im Mittelfeld der Alterskonkurrenz.
Ebenfalls deutlich schneller als bei ihrem ersten Wettkampf im Dezember 2023 war Emma Besl (JG2011). Sie hatte diesmal ihre Aufregung vor den Starts besser im Griff und verbesserte sich über alle geschwommenen Strecken deutlich: 10 Sekunden schneller schwamm Emma über 100m Freistil (1:34,90 min.), um die 3 Sekunden waren es über die 50m Brust (0:46,63 min.) und ganze 14 Sekunden über 100m Rücken (1:45,21 min.). Zwar ließ die starke Jahrgangskonkurrenz keinen Podiumsplatz zu, der Zeitabstand dorthin verkürzte sich allerdings deutlich, sodass vermutlich bald mit Edelmetall zu rechnen ist.
Im Jahrgang 2014 gingen gleich zwei Nachwuchstalente des VSC Donauwörth an den Start. Für Emma Gröbl war es der erste Wettkampf, Letizia Straulino konnte schon auf zwei Veranstaltungen Erfahrungen sammeln. Die Trainingskameradinnen gingen über die gleichen Strecken erfolgreich an den Start: Jeweils 50m Rücken, Freistil und Brust, zusätzlich dann noch die 100m Brust-Strecke. Sie ließen den Mitstreiterinnen ihres Jahrgangs nicht viel Chancen übrig. Emma erschwamm sich bei ihrem Wettkampfdebüt Silber über 50m Brust und Bronze über 100m Brust. Für Letizia waren es sogar dreimal Gold und einmal Silber über 50m Rücken.
Mit einer Silbermedaille über 50m Rücken (0:51,44 min.) konnte sich Emma Seiler (JG2007) belohnen. Die Gymnasiastin unterstützt in ihrer Freizeit das Training der VSC-Jüngsten und bringt somit die nächste Generation guter Schwimmer auf den Weg. Auch mit ihren Starts über 100m Brust (Platz 4) und 100m Freistil (Platz 5) überzeugte sie und kann stolz ihren Schwimm-Anfängern darüber berichten.
Moritz Lang (JG2012) hatte das längste Programm abzuliefern. Er war für ganze sechs Strecken gemeldet. Mit 5-mal Gold (200m und 100m Freistil, 100m Rücken, 200m Lagen, 100m Schmetterling) und einmal Silber (100m Brust) ließ er seiner Konkurrenz nicht viele Chancen, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Seine Form ließ allerdings nur eine neue persönliche Bestmarke zu: Moritz schmetterte fast 10 Sekunden schneller und schlug nach 100m in 1:31,60 min. an.
Mit einer Gold- und einer Silbermedaille behangen, trat Sina Mia Warisch (JG2012) die Heimreise an. Zudem schwamm sie über ihre drei gemeldeten Schwimmstrecken deutlich schneller als bislang. Fast sieben Sekunden waren es über 100m Brust (1:46,15 min / Gold), 4 Sekunden über 50m Rücken (0:48,80 min.) und 3 Sekunden über 100m Freistil (1:36,16 min.)
Krankheitsbedingt absagen musste leider Sophia Seidemann (JG2010). Ihr Schwimm-Team wünscht ihr schnelle Genesung und freut sich schon auf weitere gemeinsame Wettkämpfe.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Besuch einer weiteren Trainingspartnerin, die verletzungsbedingt für längere Zeit ausfallen muss. Trotzdem startete Miriam Krauß ihren Schwimmfreunden einen Besuch ab und feuerte kräftig von außen an.
14-Mal Gold, 11x Silber und 1x Bronze war die erfolgreiche Bilanz der Schwimmabteilung des VSC Donauwörth. Das stellt die aktuelle gute Form der Donauwörther Schwimmer*innen unter Beweis. So kann man mit Sicherheit von weiteren Erfolgsberichten der Abteilung rechnen.



