1 | 2 | 3 | 4

Zirbelnussschwimmen - Augsburg-Haunstetten, Januar 2024

Elena Hauser Schwimm-Mehrkampfsiegerin in Haunstetten
VSCler beim 37. Zirbelnuss-Schwimmen vorn mit dabei

Am vergangenen Wochenende fand in Augsburg-Haunstetten das 37. Zirbelnuss-Schwimmen statt. 415 Wettkampfschwimmer aus 20 deutschen Vereinen nahmen an dieser Veranstaltung im renovierungsbedürftigen Hallenbad teil. Der VSC schickte ein 7-köpfiges Nachwuchsteam an den Start.

2024 01 14 Zirbelnusschwimmen Gruppe

Bild von links: Martin Pajtas, Bjarne Thoma, Sina Warisch, Dora Pajtas, Emilian Wollinger, Trainerin Mareike Tegeler, Elena Hauser und Moritz Lang
Bild von Daniel Pajtas

 

Die Besonderheit an diesem kräftezehrenden Wettkampf ist das Angebot einer Mehrkampfwertung. Hierbei werden die geschwommenen Zeiten in Punkte umgerechnet und addiert. Die besten 5 eines Jahrgangs tragen am Ende der Veranstaltung ein Final-Rennen aus, bei dem 100m Lagen gegeneinander geschwommen werden müssen. Der Sieger bekommt einen Pokal überreicht. Um in die Mehrkampf Wertung zu fallen, muss ein bestimmtes Programm geschwommen werden, dass aus einer Freistil-Langstrecke, 50m Beine, einer Lagenstrecke und jeweils 50, 100 und 200m seiner persönlichen Speziallage besteht.

Eine solche Mehrkämpferin war Elena Hauser, JG 2013. Sie schwamm den Freistil-Mehrkampf, also 400m Freistil (5:41,84 min.), 200m Lagen (3:05,53 min.), 200m Freistil (2:45,28 min.), 100m Freistil (1:15,22 min.), 50m Freistil (36,49 sek.) und 50m Kraul-Beine mit Brett (1:00,19 min.). Sie gewann nahezu alle dieser Mehrkampfwertungen, sodass die 10-jährige ein Final-Ticket ziehen konnten. Bei dem spannenden 100m Lagen Finallauf lieferte sie sich mit ihrer Konkurrenz ein hartes und spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das sie in einer Zeit von 1:24,29 min. ganz knapp für sich entscheiden konnte. Dafür bekam sie vom Veranstalter einen Pokal überreicht. Neben den Mehrkampfstrecken trat sie auch noch über 100m Brust (1:41,01 min.), 100m Schmetterling (1:37,82 min.) und 100m Rücken (1:34,78 min.) an. Zusätzlich zum Pokal gewann Elena also noch 5mal Gold, 1mal Silber und 1mal Bronze.

Der zweite Mehrkämpfer war Martin Pajtas (JG2014). Die Strecken der AK10 unterschieden sich aufgrund des Jundendschutzes leicht von denen ab AK11. Martins Spezialdisziplin ist Rücken, deshalb musste er Starts über 200m Freistil (3:02,06 min.), 100m Lagen (1:33,77 min.), 200m Rücken (3:18,59 min.), 100m Rücken (1:34,10 min.), 50m Rücken (43,71 sek.) und 50m Rücken-Beine (1:04,43 min.) absolvieren. In nahezu allen Strecken glänzte er mit neuen Bestzeiten, verbesserte sich teilweise um mehrere Sekunden und landete in allen Disziplinen auf dem Treppchen. Als 3. der Mehrkampfwertung trat auch er im 100m Lagen-Finale an und verbesserte die einen Tag alte Bestzeit nochmal deutlich und wurde in 1:31,07 min. Dritter. Zusätzlich zum Mehrkampf schwamm er noch 100m Brust (1:47,33 min.) und 100m Freistil (1:25,16 min.). Zufrieden trat er die Heimreise an, zwar ohne Pokal, dafür aber mit 3-mal Gold, 1-mal Silber und 5-mal Bronze.

Der dritte Mehrkämpfer war Bjarne Thoma, JG 2015. Für die AK9 sah der Veranstalter folgende Schwimmstrecken vor: 50m Rücken (58,64 sek.), 100m Freistil (1:59,51 min.), 50m Brust (53,63 sek.) und 50m Freistil-Beine (1:06,35 min.) vor. Für Bjarne war es der erste Start über eine 100m seiner noch jungen Schwimmer-Karriere. Sein lobenswerter Trainingsfleiß zahlte sich aus, er knackte gleich im ersten Rennen die wichtige 2 min. Marke. Seine Lieblings-Schwimmlage Brust konnte er sich zudem versilbern. Am Sonntag reiste er extra wegen der 50m Freistilstrecke nochmals an. Dies zahlte sich aus, er bekam für die Zeit von 52,65 sek. die Bronze-Medaille überreicht.

Nicht optimal fand Emilian Wollinger (JG2013) in den Wettkampf. Bei seinem ersten Start über 100m Brust hatte er mit Atmungsproblemen zu kämpfen und konnte sich somit leider nicht verbessern. Trotzdem ließ er den Kopf nicht hängen. Er verbesserte sich über die 100m Freistil-Strecke im Anschluss um ganze 6 Sekunden und schlug in 2:07,93 min.an. Außerdem trat er noch über 100m Brust (2:28,27 min.), 50m Rücken (1:01,35 min.) und 50m Brust (1:01,99 min.) an.

Nach längerer Wettkampfpause stellte sich auch Sina Warisch (JG2012) wieder ihren Wettstreitern. Sie startete insgesamt dreimal und stellte stets neue persönliche Bestzeiten auf: 10 Sekunden schneller war Sina über 100m Brust (1:41,89 min.), 3 Sekunden waren es über 100m Freistil (1:35,72 min.) und stolze 20,5 Sekunden über 200m Brust (3:40,03 min.). Zwar konnte sich die 11-jährige nicht mit Edelmetall belohnen, dafür schloss sie weiter zur Führungsspitze ihres Jahrgangs auf.

Ganze 6 Starts gingen auf das Konto von Dora Pajtas (JG2011). Bei ihr machte sich das harte Training fünf Mal pro Woche endlich bezahlt. Sie verbesserte sich über fast alle Disziplinen deutlich. So schwamm die 12-jährige zum Beispiel über 100m Freistil fast 10 Sekunden schneller als bevor und unterbot erstmals die für Schwimmer so wichtige Marke von 1:20,00 min. Sie schlug in 1:19,52 min. an. Zum ersten Mal ging sie über 100m Schmetterling an den Start und erreichte souverän eine Zeit von 1:41,80 min. Auch über die weiteren Strecken 200m Freistil (3:01,38 min.), 100m Brust (1:56,15 min.), 200m Lagen (3:27,69 min.) und 100m Rücken (1:27,82 min.) konnte Dora mit deutlich verbesserter Schwimmtechnik glänzen und neue persönliche Rekorde verbuchen.

Für ein reduziertes Programm entschied sich diesmal Moritz Lang (JG 2012). Grund dafür war der Fokus auf bestimmte Strecken, die auf neue Rekorde warteten. Sein Plan ging erfolgreich auf. In seinen insgesamt 5 Starts verbesserte er seine Zeiten stets um mehrere Sekunden und ließ den Abstand zum Jahrgangs-Dominator vom SV Augsburg auf wenige Sekunden einschmelzen. So gewann der 11-jährige jeweils Silber über 200m Freistil (2:43,13 min.) und 100m Freistil (1:14,02 min.) und jeweils die Bronze-Medaille über 100m Brust (1:38,86 min.), 200m Rücken (2:57,29 min.) und 200m Lagen (3:03,23 min.).

Schwer vermisst wurde Miriam Krauß (JG 2011). Sie wollte nach längerer verletzungsbedingter Pause wieder voll durchstarten. Leider hatte sie einen Tag vorher erneut einen Sportunfall und musste kurzfristig absagen. Das Team wünscht Miriam alles Gute und hofft auf schnelle Genesung.

Damit ging ein schwimmerisch sehr erfolgreiches Wettkampfwochenende zu Ende. Die Donauwörther Schwimmer haben nun eine Woche Verschnaufpause, bis am 27.01. beim Willhelm Christ Schwimmen erneut die Medaillen-Jagd beginnt.