VSC-Schwimmer überzeugen beim Sprintpokal in Kempten
Die zehnköpfige VSC-Mannschaft holt insgesamt 31 Medaillen und den 4. Platz in der Teamwertung
Am vergangenen Wochenende waren zehn Donauwörther Sportler beim traditionsreichen Sprintpokal im tief verschneiten Kempten am Start. Dabei purzelten wieder zahlreiche Bestmarken und insgesamt konnte das Team viele Medaillen einfahren. Elena Hauser gewann in ihrer Jahrgangswertung den Sprintpokal und das VSC-Team konnte sich über einen starken vierten Gesamtplatz in der Teamwertung unter 26 Vereinen aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich freuen.
Der Sprintpokal in Kempten ist seit längerem ein Pflichttermin in der erweiterten Region und es mussten laut Veranstalter sogar einigen Vereinen aus Kapazitätsgründen abgesagt werden. Insgesamt traten fast 250 Sportler in knappt 2.100 Starts bei den kurzen Strecken (25m, 50m und 100m) gegeneinander an. Es gibt auch eine Wertung für den Sprintpokal, bei dem die Punkte aus einzelnen Starts der verschiedenen Lagen addiert werden. Der oder die Punktbeste(r) aus zwei Jahrgängen gewinnt dann den Kemptener Sprintpokal. Zudem gibt es aus der Addition der gesamten Punkte eine Teamwertung.
Jüngster VSC-Teilnehmer war Bjarne Thoma (JG 2015). In seiner Speziallage Brust zeigte er seine Dominanz und belegte auf 25m und 50m jeweils Platz eins. Die größten technischen Fortschritte zeigte er in der Rücken-Lage, wo er seine Zeiten stark verbessern konnte. Der Lohn: zwei Gold-Medaillen über beide Rücken-Strecken. Über 25m Freistil und Schmetterling konnte er sich zwar auch deutlich verbessern, aber musste sich mit Rang zwei bzw. drei begnügen. In der Gesamtwertung schwamm er damit denkbar knapp (6 Punkte bei einer Gesamtpunktzahl von 574) am Sprintpokal vorbei. Dennoch konnte er mit den gezeigten Leistungen mehr als zufrieden sein.
Im Jahrgang 2014 gingen zwei Athleten für den VSC ins Wasser. Letizia Straulino zeigte stark verbesserte Zeiten, trotz einer längeren Krankheitspause im Training. Über die 50m-Strecken war sie nicht sehr glücklich und wurde einmal disqualifiziert (Brust) und kam nicht unter die Top Ten (Rücken). Über die 100m Rücken aber zeigte sie ihre Qualitäten und holte sich in einer um 10 Sek. niedrigeren Bestzeit die Bronzemedaille. Ähnliche Verbesserungen zeigte sie über 100m Brust (Rang 6). Pech hatte sie dann noch beim letzten Start über 100m Freistil. Nachdem ihr beim Startsprung die Schwimmbrille verrutscht war, musste sie hier erst nachkorrigieren – das kostete Zeit. Dennoch war es eine neue Bestleistung, aber leider nur Rang 12. Zweiter im Jahrgang war Martin Pajtas. Er blieb bei seinen sechs Starts (100m Lagen, 50m und 100m Brust, 50m Freistil, 50m Rücken und 50m Schmetterling) ungeschlagen und holte sechs Goldmedaillen. Er bewies damit erneut seine Ausnahmestellung im Jahrgang. Für den Sprintpokal reichte es dennoch nicht (Platz 2), da sein Jahrgang zusammen mit dem älteren Jahrgang 2013 gewertet wurde.
In diesem Jahrgang hatte der VSC drei Sportler aufzubieten. Emilian Wollinger hat noch nicht so viel Wettkampferfahrung und so war er angesichts der Kulisse im Kemptener Cambomare doch etwas nervös. So unterliefen ihn bei zwei 100m Strecken ärgerliche Fehler, die zur Disqualifikation führten. Er ließ sich aber nicht beirren und verbesserte auf den drei 50m-Strecken (Freistil, Rücken, Brust) seine Bestmarken um mehrere Sekunden und konnte sich in der starken Konkurrenz auf den Plätzen 12, 17 und 21 einsortieren.
Für Laura Kitzinger machte sich der Trainingsfleiß der letzten Zeit bemerkbar und sie konnte über alle sechs Strecken neue Bestzeiten markieren. In ihrer Top-Lage Brust schwamm sie über 50m und 100m ganz nah an die Podestplätze heran (Rang 5 bzw. 6). Auf den anderen Strecken (100m Lagen, 50m und 100m Freistil, 50m Schmetterling) kam sie mit den Rängen 9 und 10 stabil unter die Top Ten.
Elena Hauser holt den Sprintpokal

BU: Elena Hauser mit dem Sprintpokal des TV Kempten
Bild: Leonhard Wiedemann
Elena Hauser (ebenfalls JG2013) und hatte sogar acht Starts zu absolvieren. Ihre Bilanz ist durchweg grün und auch sie holte auf allen Strecken neue Bestzeiten aus sich heraus. Besonders gefreut hat sie sich über das erstmalige Unterbieten der 1:10,00 min Schallmauer auf 100m Freistil (1:09,72). Außer bei 50m bzw. 100m Brust und 100m Freistil (jeweils Silber) holte sie durchwegs Goldmedaillen (50m und 100m Rücken, 50m Freistil, 50m und 100m Schmetterling) nach Hause und so gewann sie souverän den Sprintpokal der Jahrgänge 2013/14.
Ihr Trainingskollege Moritz Lang vertrat den Jahrgang 2012. Er fokussierte sich bei diesem Wettkampf auf die Freistil- und Schmetterling-Strecken und hatte daher nur vier Starts. Diese konnte er durchwegs vergolden und auch ihm gelang es, seine Zeiten auf allen Strecken nach unten zu schrauben. Wie Elena freute auch er sich besonders über die 100m Freistil, da er ebenfalls die genannte Schallmauer durchbrach und mit 1:09,34 eine um fast 5 Sek. verbesserte Zeit aufstellte.
Im JG 2011 sprangen Dora Pajtas und Ayla Schädlich für den VSC ins Becken. Dora hatte vor dem Wettkampf einige Magen-Probleme und konnte daher nicht ihr volles Potential abrufen. Dennoch stellte sie über 100m Lagen eine neue Bestzeit auf und sie erkämpfte sich über alle fünf Strecken einen Podestplatz (Gold über 50m und 100m Rücken, Silber über 100m Lagen und 100m Schmetterling, Bronze über 50m Schmetterling). Auf der 50m Schmetterling-Strecke bekam sie auf der letzten Bahn einen gewaltigen Schluck Wasser ab und musste sich den Rest der Bahn dann fast ohne Luft durchkämpfen. Dass sie ihre Bestzeit dennoch nur um ca. eine Sekunde verpasste, zeugt von ihrem Durchhaltewillen und Biss.
Jahrgangskollegin Ayla Schädlich stellte unter Beweis, dass auch mit ihr in diesem Jahrgang zu rechnen ist und sie zu den Top Ten zählt. Über die 100m Lagen konnte sie ihre Bestzeit um über 10 Sek herunterschrauben und sie holte Rang 7, ebenso wie über 50m Brust. Mit Platz vier über 100m Schmetterling kam sie ganz nah ans Treppchen heran und mit zwei weiteren neunten Plätzen war sie immer unter den zehn Besten des Jahrgangs.
Sophia Seidemann trat im JG 2010 an. In diesem Alter muss man dann die 50m-Wettkämpfe in der offenen Wertung bestreiten. Hier landete sie auf guten Rängen zwischen 31 und 58 aller Teilnehmerinnen. Ihr enormer Trainingsfleiß zahlte sich dennoch aus: Über 100m Brust, wo es für Sie wieder eine Jahrgangswertung gab, landete sie in neuer Bestzeit auf dem Bronze-Rang und über 100m Lagen auf Platz sieben.
Abgerundet wurden die guten Ergebnisse der Einzelschwimmer auch durch eine super Mannschaftsleistung. In der Teamwertung errang der VSC Donauwörth einen sensationellen vierten Platz unter 26 Vereinen aus ganz Süddeutschland und Österreich. Diese Platzierung spiegelt die gute Entwicklung in der VSC-Nachwuchsarbeit wider und die Verantwortlichen freuen sich auf weiter gute Ergebnisse.
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BU: Das VSC-Schwim-Team beim Sprintpokal in Kempten
Hintere Reihe: Sophia Seidemann, Dora Pajtas, Ayla Schädlich, Laura Kitzinger (v.l.n.r);
Vordere Reihe: Elena Hauser, Moritz Lang, Martin Pajtas, Bjarne Thoma, Emilian Wollinger, Letizia Straulino (v.l.n.r.)
Bild: Yurika Schädlich



