Starke Leistungen beim „Küken-Schwimmen“
Der Donauwörther Nachwuchs zeigt sich in guter Form, schwimmt aber drei Mal denkbar knapp am Pokal vorbei. Jonas Bauer holt den Jahrgangspokal.
Am vergangenen Wochenende fand in Memmingen das Schwimm-Küken-Treffen mit integriertem kindgerechtem Wettkampf statt. Das Besondere an dieser Veranstaltung ist der Mehrkampf-Charakter. Die Jung-Schwimmer müssen in fünf Disziplinen antreten und die Einzelergebnisse werden zu einer Gesamtwertung addiert. Der VSC-Nachwuchs stellte dabei seine Vielseitigkeit unter Beweis und zeigte, welches Potential schon bei den Jüngsten vorhanden ist.

BU: Das Nachwuchs-Team des VSC Donauwörth: Hintere Reihe (v.l.n.r.): Mathilda Hauser, Marlene Lang, Emma Josefine Engelmayer, Anna Lucia Engelmayer
Vorne (v.l.n.r.): Julius Hauser, Jonas Bauer, Bjarne Thoma
Bild: Annemarie Hauser
Für alle VSC-Athleten standen jeweils 25m Schwimmen der drei Stilarten (Rücken, Brust, Kraul), 25m Kraul Beinschlag mit Brett und der sog. Startweit-Gleitsprung auf dem Programm. Bei letzterem müssen die SchwimmerInnen vom Startblock ins Becken springen und möglichst weit „gleiten“. Gemessen wird die Strecke, die ohne jede Schwimmbewegung und ohne zu atmen zurückgelegt wird. Die Strecke wird dann in Zeit umgerechnet und zu den anderen Schwimm-Zeiten addiert. Der Schwimmer bzw. die Schwimmerin mit der geringsten Gesamtzeit gewinnt dann den Mehrkampf-Pokal im jeweiligen Jahrgang.
Der jüngste Schwimmer war Julius Hauser (JG 2019). Er stellte von Anfang an seine Power unter Beweis und sicherte sich über 25m Rücken den ersten Platz. Beim Gleitsprung belegte er Platz zwei und bei der folgenden Kraul- bzw. Kraul-Beine-Strecke war es erneut zweimal Gold für den jungen Schwimmer. Der Gesamtpokal schien damit zum Greifen nah, aber dann kam die abschließende Brust-Strecke. Da Julius Kraul vor Brust gelernt hat und die Brusttechnik erst seit Kurzem schwimmt, ging ihm hier am Ende der Bahn die Kraft aus und er verlor viel Zeit. Somit musste er sich in der Gesamtwertung mit Platz zwei begnügen.
Eine fast makellose Bilanz legte Jonas Bauer (JG 2018) hin. Er errang in allen Disziplinen Gold, außer bei den 25 Brust, wo er sich Silber holte. Da er auf dieser Distanz aber lediglich neun Hundertstel auf die Konkurrenz verlor, holte er sich souverän den Gesamtpokal in seinem Jahrgang.
Im Jahrgang 2017 schickte der VSC gleich vier Schwimmerinnen ins Rennen. Dieser Jahrgang war auch insgesamt am stärksten besetzt und es traten fast 30 Athletinnen aus ganz Schwaben an.
Vor dieser Kulisse und mit starker Konkurrenz im Nacken feierten die beiden Zwillinge Anna Lucia und Emma Josefine Engelmayer ihr Wettkampfdebut für den VSC Donauwörth. Trotz der Aufregung zeigten sich beide sehr souverän. Anna Lucia sortierte sich im Mittelfeld der Konkurrenz ein und erreichte Plätze im Bereich zwischen 13 und 21. Schwester Emma Josefine war bis auf den Gleitsprung einen Tick schneller und landete stabil im Mittelfeld auf den Rängen 15 bis 17. Für beide war der erste Wettkampf eine gute Erfahrung und ein erster erfolgreicher Leistungstest.
Mathilda Hauser und Marlene Lang (beide ebenfalls JG 2017) sind schon etwas länger dabei und waren im letzten Jahr auch schon in Memmingen am Start.
Mathilda stellte ihre sehr saubere Technik unter Beweis, ließ aber bei den 25m Rücken etwas die Power vermissen und landete auf Rang 14. Beim Gleitsprung zischte sie dann aber auf Platz zwei und auch in den folgenden Läufen war sie immer in den Top Ten. Durch ihre gute Kraul-Technik konnte sie hier mit Rang 5 noch einmal ganz nah ans Podium heranschwimmen.
Marlene Lang trat als Titelverteidigerin an und war entsprechend nervös. Auch sie setzte bei den 25m Rücken zu wenig Kraft ein und musste sich mit Rang 7 begnügen. Beim Gleitsprung verschenkte sie dann wertvolle Meter bzw. Sekunden, da sie schon zu früh mit Bewegungen anfing. Sie ließ sich durch diese beiden Dämpfer aber nicht aus der Fassung bringen und kämpfte sich in den folgenden Kraul-Wettkämpfen zurück und holte Gold und Silber sowie viele Sekunden zurück. Beim abschließenden Brust-Schwimmen verpasste sie mit Rang 6 dann die Sensation und am Ende fehlten ihr nur 1,3 Sek. auf den ersten Gesamtplatz.
Noch enger ging es bei Bjarne Thoma (JG 2015) zu. Er war bereits am Vortag beim Bezirkevergleich für den Schwaben-Kader im Einsatz, ließ es sich aber nicht nehmen, auch in Memmingen sein Können unter Beweis zu stellen. Bjarne schwamm in allen Disziplinen aufs Treppchen (Gold über 25m Kraul und Brust, Silber bei 25m Rücken und Kraul-Beine, sowie Bronze beim Gleitsprung), dennoch reichte es denkbar knapp nicht für den Gesamtsieg. In seiner Spezial-Lage Brust, die am Ende geschwommen wurde, holte er zwar mächtig auf, aber es reichte nicht ganz. Lediglich 56 Hundertstel trennten ihn am Ende vom ersten Platz.
Insgesamt war es für den VSC Donauwörth dennoch ein erfolgreicher Wettkampftag und die Verantwortlichen freuen sich auf weiterhin gute Ergebnisse aus dem Nachwuchs-Bereich.



